26 01 21 Tour De Erz 7 Quer

Lebenswerte Heimat Erzgebirge

26 01 21 Tour De Erz 8

Station 1: Gymnasium Zschopau

Zum Auftakt unserer "Tour de ERZ" haben Landrat Rico Anton und ich das Gymnasium Zschopau besucht. In der Aula diskutierten wir mit den Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Klasse Themen wie Bildungsinfrastruktur, Wirtschaftsstandort Erzgebirge sowie Kommunal- und Landespolitik. Am Ende bekamen wir sogar Hausaufgaben mit.

Schulleiter Dirk Barthel informierte uns in einer kleinen Gesprächsrunde noch über die umfangreichen Baumaßnahmen, die der Landkreis zwischen 2019 und 2024 am Schulgebäude umgesetzt hat. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum rund 14,5 Millionen Euro investiert, um moderne Lernbedingungen für die knapp 600 Schülerinnen und Schüler zu schaffen.

26 01 21 Tour De Erz 13 Quer

Station 2: Sieber Strumpffabrik Hopfgarten

Was wäre das Erzgebirge ohne seine zahlreichen Familienbetriebe? Einer davon ist die Sieber Strumpffabrik in Hopfgarten. Gegründet 1855 mit damals einem Handwebstuhl, lässt der heutige Firmeninhaber Denny Sieber mit fünf Mitarbeitern auf 20 modernsten vollelektronischen Kleinrundstrickmaschinen produzieren. Zu seinen Kunden zählen unter anderem auch große Sportartikelfirmen, weshalb einige Fußball-Bundesligisten mit Stutzen aus dem Erzgebirge auflaufen.

Denny Sieber stellte uns eine eigens kreierte Sachsen-Socke vor, für deren Produktion ich mich auch selbst an der Strickmaschine versuchen durfte. In Hopfgarten bekamen wir einen wunderbaren Einblick in den Alltag eines sächsischen Mittelstandsunternehmens, das mit viel Liebe und Herzblut geführt wird. Dabei hat auch Denny Sieber mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie ein Großkonzern: Fachkräftemangel, steigende Energiekosten sowie sich weltweit rasend schnell verändernde Marktbedingungen.



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Station 3: Neubau des Katastrophenschutzzentrums in Annaberg-Buchholz

Ein für Sachsen bislang einmaliges Projektes haben wir in Annaberg-Buchholz in Augenschein genommen: Im neu errichteten Katastrophenschutzzentrum wird der Erzgebirgskreis künftig die Steuerung des Katastrophenschutzes bündeln und erhofft sich dadurch wertvolle Synergieeffekte für den Schutz der Bevölkerung und der kritischen Infrastruktur (KRITIS). Gegenwärtig wird das Haus 2 des Zentrums fertig gestellt.

Im Gebäude 1 sind die Sanitätseinheit 3. Einsatzzug (Deutsches Rotes Kreuz und Malteser Annaberg-Buchholz) sowie das Katastrophenschutzlager untergebracht. Dazu gehören auch noch eine Fahrzeughalle und eine Garage. Übergabe war im Mai 2024. Im Haus 2 werden künftig die Katastrophenschutzbehörde, der Verwaltungsstab, die Technische Einsatzleitung und das Feuerwehrtechnische Zentrum ihren Sitz haben. Kostenpunkt 7,2 Millionen Euro.

Der Katastrophenschutz des Erzgebirgskreises umfasst derzeit 11 taktische Einsatzzüge und 4 Einsatzgruppen. In Summe sind 800 Helfer im Katastrophenschutz verpflichtet und besetzen im Ernstfall 82 Fahrzeuge.