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Chemnitz braucht Müll-Sheriffs

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Illegale Müllentsorgung stoppen: Chemnitz braucht Müll-Sheriffs

Chemnitz steht vor einem wachsenden Problem: Die illegale Müllentsorgung nimmt weiter zu und belastet unsere Stadt und die Menschen, die hier leben. Zahlreiche Berichte in den Chemnitzer Lokalzeitungen dokumentieren die zunehmenden Vermüllungen. Allein in diesem Jahr wurden bereits über 830 illegale Müllablagerungen gemeldet – deutlich mehr als im Vorjahr mit 670 Fällen. Die zusätzlichen Kosten für die Stadt belaufen sich auf rund 60.000 Euro.

Die Chemnitzerinnen und Chemnitzer erwarten eine rasche Lösung des Problems. Mehr Papierkörbe aufstellen reicht nicht. Der Einsatz von städtischen Müll-Sheriffs, auch an Wochenenden, kann hier Abhilfe schaffen.

Bereits im Frühjahr 2024 habe ich auf die Vorteile hingewiesen, die der Einsatz der Mülldetektive bringen würde. Die Beispiele aus anderen Städten bestätigen das. Hamburg beispielsweise setzt laut einem dpa-Bericht bereits seit elf Jahren 30 sogenannte Waste Watchers im Dreischichtsystem im gesamten Stadtgebiet ein. 2024 konnte die Hansestadt rund 14.000 Ordnungswidrigkeiten wegen illegaler Müllentsorgung einleiten. Die Stadt Leipzig beschäftigt drei Umweltdetektive. 2024 stellte das Leipziger Ordnungsamt nach eigenen Angaben mehr als 900 Anzeigen für illegal abgelagerten Müll. Nach derzeitigem Stand verhängte das Ordnungsamt für 2024 Verwarnungs- und Bußgelder in Höhe von 11.787 Euro, berichtet der MDR.

Diese beiden Beispiele zeigen, wie das Problem der illegalen Müllentsorgung angegangen werden kann. Auch für Chemnitz kann das ein erfolgversprechender Weg sein. Die Stadtverwaltung muss jetzt handeln.