Innovation, Tradition und Stadtentwicklung erleben
Es ist für mich immer eine besondere Freude, Unternehmen persönlich zu besichtigen und hinter die Kulissen zu schauen. Kürzlich hatte ich gleich mehrfach die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Firmen und Projekte in Sachsen zu gewinnen.
Ein echtes Highlight war der Besuch bei der VibroCut GmbH, einem faszinierenden Pionier für innovative Ultraschall- und Oszillationssysteme in der industriellen Zerspanung. Das 2023 aus dem Fraunhofer IWU ausgegründete Unternehmen verschiebt mit seiner intelligenten Überlagerung von Schwingungen die Grenzen der Fertigung – mehr Effizienz, höhere Bauteilqualität und gesteigerte Wirtschaftlichkeit sind die beeindruckenden Ergebnisse. Bei dem renommierten Wettbewerb „Fabrik des Jahres“ in Ludwigsburg erhielt VibroCut im März 2025 die Auszeichnung „Start-up des Jahres“. Ob bei präzisen, verschleißarmen Bohr- und Schleifprozessen mit VibroCut ultrasonic oder dem kontrollierten Spanbruch mit VibroCut oscillate – hier entstehen wegweisende Lösungen für Produktivität, Prozesssicherheit und automatisierte Fertigung. Es beeindruckt mich sehr, wie Hightech aus Sachsen den Maschinenbau weltweit weiterbringt. Nach der erfolgreichen Markteinführung begleitet ich gern die Vision des jungen Teams, das erste Anwendungszentrum für hybride Zerspanung aufzubauen.
Ganz anders geprägt ist das Unternehmen alucolor Oberflächenveredlung GmbH & Co. KG, das seit über 30 Jahren familiengeführt ist und rund 70 Mitarbeitende beschäftigt. Geschäftsführer Eric Müller brachte es treffend auf den Punkt: „Die Verbindung aus Aluminium und Farbe sagt im Grunde das aus, wofür wir heute mehr denn je stehen: Unser Korrosionsschutz besticht durch Ausdruckskraft und Design.“ Es ist schön zu sehen, wie hier beides – Tradition und Innovation – erfolgreich zusammenkommt.
Als Landtagspräsident habe ich gemeinsam mit Oberbürgermeister Gerd Härtig und der Landtagsabgeordneten Ina Klemm die AIP Innenprojekt GmbH besucht – ein wirkliches Aushängeschild des sächsischen Mittelstands! Das ursprünglich als Tischlerei gestartete Unternehmen mit heute 108 Mitarbeitenden stattet aktuell zwei Kreuzfahrtschiffe des Walt-Disney-Konzerns mit hochwertigem Innenausbau aus. Wer schon mal auf einem AIDA-Schiff war, kennt die Qualität aus Limbach-Oberfrohna. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie innovativ, leistungsstark und international gefragt der sächsische Mittelstand ist.
Ein weiteres Beispiel zukunftsweisender Entwicklung konnte ich an der Eröffnungsfeier des revitalisierten Amtsgerichts auf dem Chemnitzer Sonnenberg erleben. Für 16 Millionen Euro hat das Chemnitzer Unternehmen B&O Bau das historische Gebäude sowie Innenhof und Parkhaus neu belebt. Die ehemalige Textilmaschinenfabrik von 1882 wurde in ein modernes Büro-Loft verwandelt, in das das Unternehmen selbst einzieht – ein klares Bekenntnis zum Sonnenberg und Chemnitz. Besonders beeindruckt hat mich die komplett bepflanzte Wand im Treppenhaus sowie der begehbare Dachgarten auf dem Parkhaus. Der begrünte Innenhof lädt zum Verweilen ein und zeigt, wie aus einer Betonwüste mitten in der Stadt eine grüne Oase werden kann. Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass große Visionen und nachhaltige Stadtentwicklung gemeinsam gelingen, wenn man anpackt.
Diese persönlichen Begegnungen haben mich einmal mehr darin bestärkt, wie vielfältig und stark unsere sächsische Wirtschaft ist. Von Hightech-Start-ups über traditionsreiche Familienunternehmen bis hin zu wegweisenden Stadtentwicklungen – hier entstehen wertvolle Impulse für die Zukunft. Ich freue mich, diese Entwicklungen zu begleiten und zu unterstützen.